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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
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war. Man bauete endlich doch, und riß auchwieder ein; man bauete wieder; und am Endesah man immer, daß der Schlußstein nicht bin-den wollte. Der Fehler war in der Grundlagedes zu stach gegrabenen Fundaments, das Mauer- Uwerk mußte sich also nothwendig in der Höhe !von einander geben, und die ganze Arbeit war !umsonst. So war es noch zur Zeit jener ent- 'scheidenden Epoche, welche die Vorsicht bestimmthatte, den erhabenen Retter der irrenden Mensch-heit zu schikken. Man war auf der einen Seite jgewöhnt, sein Religionsgcbäude ohne moraln >sehe Grundlage aufzuführen, und auf der andern >!hielt man für uunöthig, sein Moralgebäude mitder Religion zu verbinden: so wie es noch znunsern Zeiten gewisse Partheien giebt, die ent-jweder stolz genug sich auf bloße Vernunft be- ^rufen, wenn irgend die Rede von, Glauben ist! ioder die ihren Glauben über alle Vernunft hin-wegheben, wenn sie darüber Rechenschaft geben ^sollen. Hier sind Unglauben und Afterglaubcn ?die nothwendigen Folgen übelgerathener Reli- stgionsgebäude, so wie dort Mptheismus und stAntropomorphismus die Trennung zwischen M st