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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
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Handelns in der Allgenreittgültigkeit des Gesezzesselbst aussuchen.

So gehts mit allen unsern Neigungen, Be-gierden, Absichten, Triebfedern, Zwekken, Mit-teln, mit unserm ganzen Begehrungsvermögeu.Man unterscheide nur oberes und unteresBegehrungsvermögen (Vernunft und Sinnlich-keit); man sehe auf die Gültigkeit beider gesej-gebenden Mächte für die freien Handlungen desMenschen und ihre Folgen: so wird sichs leichtfinden lassen, daß jeder Zwek der Sinnlichkeitnur in sofern zum moralischen erhoben werdenkönne, in wiefern er dem Zwekke der Vernunftuntergeordnet, und aus ihren Gesezzen abgelei-tet ist. Pathologische Moral führt den Zauber-stab der Neigungen, schläfert ihre Verehrer end-lich durch Vorurtheile, Gewohnheiten und Autho-»itäten ein, da reine Moral sich in keinem Fallebestechen laßt. Ihre Gültigkeit ist auf allge-meine nothwendige Vernunftgesezze gebaut, siekann nicht verkannt werden, wenn man mir ihreStimme hört, und sie von den Anforderungender Sinnlichkeit nicht überschreien läßt. Auch

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