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ken und uns darnach richten sollen, also, dass wir iinZustande vollkommenster Reinheit befunden werden.“Dies Zeichen musste jedes Mitglied täglich tragen, und werdas unterliess, sollte, wenn er säumig betroffen würde, acht Pfen-nige für die Armen geben. Reim Tode eines Mitgliedes wurde dasOrdenszeichen an das Marienkloster auf dem Rerge bei Branden-burg eingesendet und daselbst eine Todtenfeier begangen. AlsMittelpunkt der neuen Gesellschaft v r urde die Marienkircheselbst bestimmt, „die Heinrich der Wendenkönig gebaut hätte.“Auf eine Vorstellung der Klosterbrüder vom Rerge bei Bran-denburg, dass das Einkommen der Kirche und des Klosters zuschwach sei, und da Friedrich II. sich selbst überzeugte, dasswirklich „das Kloster von weltlichen Gütern so gering und un-berathen wäre, dass sich der Propst, Prior und die gemeinenBrüder zu ihrer Leibesnahrung und Nothdurft davon nicht er-nähren noch betragen könnten,“ so gab er 1443, Dienstagnach Rogate, von Tangermünde aus, das urkundliche Ver-sprechen, das Stift mit mehr Einkünften zu versehen, undv erliess am 15. August desselben Jahres am Tage Mariae
Himmelfahrt, neue Statuten des Ordens U. L. F.
Hierbei wurde die Zahl der Mitglieder des Ordensunbestimmt gelassen, und ausser den Marken konnten sie ausSachsen, Anhalt, Meklenburg, Braunschweig, der Lau-sitz, so wie aus Franken, Hessen, Baiern, Würtcmbergund Oestreich gewählt werden. Um ein allgemeineres Interessezu begründen, wurde hingewiesen auf die damaligen vielen undtraurigen Wirren im deutschen Reiche, wie in der Christenheit,und den Ordensgliedern zur Pflicht gemacht, zur Abwendung desUebels Gebete an die Jungfrau Maria in der ihr so heiligen Stättebei Brandenburg zu tliun. In der That war die Lage des Reichsnicht erfreulich. In der Kirche war ein neues Schisma eingetre-ten, zwischen Eugenius IV. und Felix V. Beide thaten sich wech-selseitig in den Baun, und eine Folge davon war die Excommuni-cation der beiden Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier und vonCöln, durch den ersten jener Päpste, w'eil sie es mit dem zweitenj gehalten. Deshalb verbanden sich die übrigen Kurfürsten, um
J nöthigenfalls die Aufhebung dieses Bannes mit Gewalt herbeizu-
j führen, da Kaiser Friedrich III. sich vergeblich bemüht hatte, die
Spaltung durch Unterhandlungen und persönliche Vermittlung aufdem Reichstage zu Mainz 1441 zu heben. Endlich war der Hus-
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