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die unter dem Pomp der Deklamationen seinen bestenReiz ausmacht, ist in elegische Weichheit verwandelt.Die fünffüßigen Trochäen, die überhaupt nur in wenigFällen zu empfehlen sind, machen bei einem so langenGedichte ein ermüdendes Geschleppe. In fünffüßigengereimten Jamben ließe sich schwerlich Couplet um Cou-plet geben; eher in Alexandrinern, die aber den Charak-ter schwachen würden. Das Gedicht soll eine Heroideseyn, und wenn es nur im Geiste dieser antiken Unter-gattung gedichtet wäre, so müßte sichs in elegischen Disti-chen schicklich übersetzen lassen. Da das aber nicht ist,und sich sonst kein passendes Sylbenmaaß dazu findenwill, und auch sonst noch allerlei, so müssen wir schonsehen, wie wir uns im Deutschen ohne selbiges behelfen.
Die Königin von Golkonde ist das fantasielose aberwitzige Märchen von Boufflers in freie gereimte Versegebracht, nicht ohne manchen Verlust, wie schon irgendwoein Beurtheiler durch eine umständliche Vergleichung ge-zeigt hat. Wie mich dünkt, hat Bürger dabei einenVersuch gemacht, Wielands Manier mit der scinigen zuvereinbaren.
Seine prosaischen Aufsätze bestehen fast nur in Vor-und Nachreden, und zwar meistens in geharnischten: indieser Gattung hat er etwas gethan. Wenn er noch soruhig und gehalten anfängt, so überfallt ihn, ehe mansichs versieht, plötzlich eine heftige ärgerliche Stimmung;ja er kann kaum eine rechtfertigende Anmerkung ohnediese widerwärtige Polemik zu Ende führen, worin ihnnur seine Lage entschuldigt. Seine frühesten und späte-sten Aufsätze scheinen mir am besten geschrieben; in denen