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aus der mittleren Epoche gesellten sich noch die üblenSitten der Zeit dazu. Daß das rhetorische Ideal nichtvor manierirten Eigenheiten schützt, davon sieht man anallen ein Beispiel: sie sind mit dem größten Fleiß durch-gearbeitet, und doch ist Bürgers Manier wo möglichnoch stärker darin ausgedrückt als in seinen Gedichten;sie erscheinen fast durchgehends gesucht, bald in neuenWörtern und Wendungen, bald in veralteten, und selbstin der Einfachheit anmaßend.
Das Resultat unsrer Prüfung, wenn wir es mitUebergehung der nicht probehaltigen Nebenfachen zusam-menfassen, wäre etwa folgendes: Bürger ist ein Dichtervon mehr eigenthümlicher als umfassender Fantasie, vonmehr biedrer und treuherziger als zarter Empfindungs-Weise; von mehr Gründlichkeit im Ausführen besondersin der grammatischen Technik, als von tiefem Verstandim Entwerfen; mehr in der Romanze und dem leichtenLiede als in der höheren lyrischen Gattung einheimisch;in einem Theil seiner Hervorbringungen achter Volks-dichter, dessen Kunststil, wo ihn nicht Grundsätze undGewöhnungen hindern, sich ganz aus der Manier zuerheben, Klarheit, rege Kraft, Frische und zuweilen Zier-lichkeit, seltner Größe hat.