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wenn frühere Lesearte^,stehen geblieben wären, nur zwwahrscheinlich.
Die kritischen Aufsätze und Veränderungen, womitwir uns bisher beschäftigt haben, sind zwar aus Bürgersletzter Periode; allein in der Vorrede zur zweiten Aus-gabe kommen schon starke Aeußerungen über seine ab-sondernde Ansicht des technischen Theils der Poesie vor;und in der Vorrede zur ersten verräth sich der gramma-tische Hang wenigstens durch die eigne so hitzig verfoch-tene Orthographie. Wenn man ferner bedenkt, daß dieNachtfeier der Venus, sein frühestes und das hoheLied, eines seiner spatesten Werke, ungefähr nach der-selben Idee der Tadellosigkeit und einer absoluten Voll-kommenheit der Diction und des Versbaues, da es dochnur eine relative gibt, ausgeführt und durchgearbeitetsind: so kann man schwerlich zweifeln, daß die Maximender Correctheit während seiner ganzen Laufbahn großenEinfluß gehabt haben.
Die Erwähnung des hohen Liedes führt mich aufeinige seiner geliebten Molly gewidmete lyrische Stücke,die noch zurück sind. Ihr dichterischer Werth ist aberso mit der Verworrenheit wirklicher Verhältnisse verwebt,daß sie keine reine Kunstbeurtheilung zulassen. Mankann zum Theil die himmlischen Zeilen im BlümchenWunderhold auf sie anwenden:
Der Laute gleicht des Menschen Herz,
Zu Sang und Klang gebaut,
Doch spielen sie oft Lust und SchmerzZu stürmisch und zu laut.