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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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Nach solchem allen trachten die Heiden. Trachtet amersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerech-tigkeit, so wird euch solches alles zufallen.

Ich habe im obigen Bürgers Maximen über Cor-rectheit und sein Verfahren beim Ausbessern lebhaftbestritten: eine wider ihn ausfallende Entscheidung würdeindessen zu seinem Vortheil gereichen, indem sie ihn vonso vielem ungerechten Tadel seiner selbst und von denertödtenden Correcturen befreite. Es thut weh' zu sehen,wie BürgerB. bei Molly's Werth (I. Bd. S. 597.)gegen sein eigenes Fleisch wüthet, und Ausdrücke matt undgemein schilt, die nur dem Tone der Gesinnungen ge-mäß einfältig und naiv sind; wie er selbst in einemGedichte von nicht mehr als drei Strophen Veränder-ungen ohne Rücksicht auf das Ganze vornimmt, und soaus einem süßen herzigen Liede ein steifes verzwängtesUnding herausbringt, an dem nichts mehr zu erkennenund zu fühlen ist. Glücklicher Weise sind die Roman-zen von allem solchen Ungemach verschont geblieben.Bürger mochte wohl einsehen, daß sein allgemeines rhe-torisches Ideal einer guten reinen Schreibart (dem erbei den lyrischen Gedichten unbedingt opferte, da dochnichts unter der Rubrik rhetorischer Fehler aufgeführtwerden kann, was nicht in der Poesie an seiner Stellegut wäre;) hier nicht anwendbar sey, ohne alles umzu-stoßen. Daß indessen in den meisten Romanzen vielund oft ausgestrichen worden, ehe sie öffentlich erschienen,ist gewiß, und daß sie zum Theil besser, nämlich unge-künstelter und freier von Manier würden ausgefallen seyn.

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