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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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mit sonderlicher Ehrerbietung. Demungeachtet betreffen,einige gleich zuerst angeordnete Umstellungen ausgenom-men, alle nachherigen Veränderungen nicht Anlage,Character, Haltung und Bedeutung des Ganzen, son-dern bloß einzelne Bilder, Wörter, Laute und Sylben.Um nur ein paar Beispiele zu geben, so ist es ihmniemals eingefallen, daß die Stelle von der Venusals Mutter des Ahnherrn und Schutzgöttin des Rö-mischen Volkes bloß örtliche Wahrheit und ein na-tionales Interesse hat, daß sie bei einem für unsnoch gültigen symbolischen Gebrauche der Mythologiedurchaus wegfallen mußte. Ferner, da der RömischeDichter sich erst in den vier letzten Zeilen mit Vorwür-fen über sein bisheriges Schweigen und mit Anmahnun-gen, in den allgemeinen Jubel mit einzustimmen, er-wähnt, so hat Bürger dies beibehalten, aber zweimalvorher den Gesang und die Leier so feierlich hervorgc-hoben, als ob der Dichter einem Chor vorsänge, undden Widerspruch darin nimmer bemerkt. Von den Ein-theilungen in Vorgesang, Weihgesanz und Lobgesangmag ich gar nicht einmal reden. Und bei dieser Ge-dankenlosigkeit über die Ausbildung des Ganzen meinteBürger dennoch mit der letzten ausgeputzten Gestalt desGedichtes einen Kanon für die Poesie aufzustellen, wieder des Polyklet für die Bildnerei gewesen. Das istgerade, als hätte Polyklet seinen Kanon nicht durch dieVollkommenheit der Proportionen, sondern durch fleißi-ges Policen der Bronze zu Stande bringen wollen.Ja er hoffte, dieses Gedicht sollte vermögend seyn, dieSprache auf mehrere Jahrhunderte zu sixiren,soweit