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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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gewesen, oder er hatte vielmehr damals vergessen, wasihm sein besserer Genius sonst darüber eingegeben.DasGebiet der Formen", sagt er,erstreckt sich nicht wei-ter, als der Umsang der Sprache, die Bildbarkeit desVerses und die Möglichkeit des Reimes, vermittelstwelcher man poetisch darstellt." Und man halte diesnicht etwa für eine übereilte Aeußerung, welcher derInhalt seiner Bemerkungen widerspräche.Ich hoffe",sagt er von der jetzigen Gestalt der Nachtfeier,jederVers wird die strengste Prüfung der poetischen Gram-matik aushalten, ohne gleichwohl in Ansehung des poe-tischen Geistes, der den tobten Buchstaben beleben muß,gerechten Vorwürfen ausgesetzt zu seyn." Als ob sichder poetische Geist auch so in einzelnen Zeilen offenbarte!Als ob es nicht sehr möglich wäre, bei dem in derWelt vorhandenen Vorrath von Versen, ohne allenpoetischen Geist, nur mit Verstand und Geschick, Versezusammenzusetzen, denen man, für sich betrachtet, denNamen schöner Verse nicht verweigern dürfte!

Daß Bürger sich mit seinen Correcturen besondersan die Nachtfeier der Venus gehalten, ist ganz in derOrdnung: denn dieses Gedicht, wie er es dem Lateini-schen frei nachgebildet, war vom Anfänge an zum Cor-rigiren eingerichtet, und kann für nichts weiter geltenals ein phraseologisches Studium. Von dem Original,über dessen Zeitalter und Urheber die gelehrtesten Philo-logen verschiedener Meinung sind, und worein in derGestalt, wie wir es haben, unter barbarischen Spurendoch manches aus achtern Quellen des elastischen Alter-thums geflossen seyn mag, redet Bürger selbst nicht