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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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Wir haben jetzt die größeren Romanzen sämmtlichdurchgegangen, es ist aber noch eine Anzahl kleinererStücke zurück, die zum Theil romanzenartig, zumTheil Lieder im Volkstone sind, und worunter die mei-sten, wie mich dünkt, nicht leicht zu sehr gelobt werdenkönnen. Sie sind eigenthümlich ohne Bizarrerie, und freiund leicht wie aus voller gesunder Brust gesungen.Dahin gehören gleich die von Minne redenden Lieder,die mit den alten Minnesingern nichts gemein haben,aber ein heiteres von Bürgern selbst entworfenes Bilddes Minnesingers darbieten. In des armen SuschensTraum ist der so natürliche volksmäßige Glaube ansinnbildliche Deutung der Träume rührend benutzt: dieFolge und Verknüpfung der Bilder ist wirklich träume-risch, und das Pathetische anspruchlos. Der Ritterund sein Liebchen drückt schon im Gange des Sylben-maaßes treulosen Leichtsinn aus: das Abgerissene desAnfangs und wie der Ritter unbekehrt davon geht,ohne daß eine weitere Auflösung erfolgt, ist im Geisteder ächtesten Romanze. Eben so Schön Suschen; esläßt sich nicht bescheidner, sinniger und zierlicher überdie Wandelbarkeit der Liebe scherzen. Dem Liebeszau-ber ist gar nicht zu widerstehen, so lebendig gaukelt erin dem muntern Liede, bei dem man gleich die Melo-die mit zu hören glaubt, wenn man es nur liest. DasStändchen und Trautet sind gefällige Weifen, dasSchwanenlied und Molly's Werth von der naivstenInnigkeit. Das Mädel, das ich meine, (denn ichbleibe bei dem Mädel, und kann mich nicht zu derHolden bekehren) blüht in frischen Farben: da der