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also nicht der Sache ausdrücklich entgegen stellen. Dieursprünglichsten Volksgesänge hat, wie oben bemerktwurde, das Volk gewissermaaßen selbst gedichtet; woder Dichter als Person hervortritt, da ist schon dieGränze der künstlichen Poesie. Ich wäre neugierig,eine wahre alte Romanze zu sehen, deren Sänger soviel und mit solchem Pomp von sich und seinem Liedespräche, als in dem Liede vom braven Manne geschieht.Wenn einmal eine solche Erwähnung vorkommt, sowird sie dem Gedichte nur als Anhang außerhalb derDarstellung und in den schlichtesten Ausdrücken mitge-geben. So in dem ganz romanzenarkigen alten. Liedevon den HH. drei Königen, zu Anfänge:
Ich lag in einer Nacht und schlief,
Mir träumt, wie mir König David rief,
Daß ich sollt dichten und reimen,
Von heiligen dreien Königen ein neues Lied;
Sie liegen zu Cölln am Rheine,und nun folgt gleich die Geschichte. Oder in einerandern Ballade *) am Schluß:
Wer ist's, der uns die Liedlein sang?
So frei ist es gesungen.
Das haben drei Jungfräulein gcthanZu Wien in Oesterreiche.
Ferner, was den Inhalt betrifft, so ist es ein un-
*) Eschenburg thcilt sie aus seinem gelehrten Borrathemit: Denkmäler altdeutscher Dichtkunst. S. 447 u. f.
A. W. v. S.