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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
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zählung und ihre sittliche Schönheit ganz unempfindlichgeblieben zu seyn. Wer sie in der Ursprache selbst lesenund fühlen kann, (denn keine bisherige Übersetzungmöchte wohl den Character ganz wieder geben), demmuß die Ballade, damit verglichen, zugleich wie einungestümes Toben und ein kindisches Lallen gegen diehohe und ruhige Beredsamkeit eines Weisen erscheinen.Vom ersten bis zum letzten sind alle Züge vorgröbert,entstellt, überladen, und ein Schmerz, der von deredelsten Seelenstärke zeugt, und dem die Fürstin ihrLeben mit stiller tragischer Würde hingiebt, ist in wildeWuth umgeschaffen. Die Gismunda des Boccaz istschon vermählt gewesen, aber bald als Wittwe zu ihremVater zurückgekehrt, der aus Anhänglichkeit an sie ver-meidet, sie durch eine zweite Vermählung nochmals vonsich zu entfernen. Die Scham hält sie ab, ihm darumanzuliegen, sie meinte besser zu thun, wenn sie sichunter den Hosleuten und Dienern ihres Vaters einenwackern Liebhaber wählte. Guiscardo war einer derniedern Diener, aber sie erblickte keinen, der an Sittenhöher gewesen. Ihr Verständniß befestigt sich unterdem Schutz eines tiefen Geheimnisses, der Vater ist esselbst, der cs endlich durch einen Zufall entdeckt. Erläßt den Guiscardo gefangen nehmen, und stellt seineTochter zur Rede, die nun, sobald sie das Schicksalihres Geliebten inne wird, sich jede weibliche Wehklageverbietet, und, mit dem Entschluß der Liebe im Her-zen, ihm nur durch die ruhige und ungeheuchelte Dar-legung ihrer Antriebe und ihrer Rechte antwortet. DerVater erkennt das hohe Gemüth seiner Tochter, hofft