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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
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das Ende des siebenjährigen Krieges*), ist wohl nichtzu tadeln: denn, wenn fabelhafte Begebenheiten gern inder Ferne der Zeiten und Oerter geschehen, so nimmtman dagegen ein warnendes Beispiel am liebsten ausder Nähe; und es liegt in dem Sinne der Dichtung,daß sie dies seyn soll. Weniger schicklich ist der Umstand,daß Lenorcns Geliebter zu einem Preußischen Kriegergemacht wird: dies führt auf ein protestantisches Landals Scene, worin man durch die Aeußerung der Mutter,er könne wohl in Ungern seinen Glauben abgeschworenhaben, bestärkt wird. Nach dem ganzen Gespräch zwi-schen ihr und der Tochter hingegen fällt man eher da-rauf, sie für katholisch erzogen zu halten, was auch un-streitig besser paßt. So viel ich weiß, ist diese Mißhel-

*) Dle geschichtlichen Angaben:

Er war mit König Friedrichs MachtGezogen in der Prager Schlacht;und dann:

Der König und die Kaiserinn,

Des langen Haders müde,

Erweichten ihren harten Sinn,

Und machten endlich Friede;

könnten unbestimmt scheinen. Da Friedrich der Große im sie-benjährigen Kriege mehrere mächtige Gegner hatte, und hiernur die Kaiserinn erwähnt wird, so möchte man an seine früh-eren Feldzüge gegen Maria Theresia denken, wo auch Kriegs-vorfälle bei Prag Statt gesunden haben. Aber darauf paßt„der lange Hader" nicht, anch war der Friede mit Rußlandschon früher geschloffen, und mit der Prager Schlacht ist ohneZweifel die vom 6. Mai 1757 gemeint.

Anm. z. n. A. A. W. v. S.

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