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welche die getäuschten Hoffnungen und die vergeblicheEmpörung eines menschlichen Herzens, dann alle Schauereines verzweiflungsvollen Todes in wenigen leicht faß-lichen Zügen und lebendig vorüberfliehenden Bildern ent-faltet, ist ohne erkünsteltes Beiwerk, ohne vom Zielschweifende Ausschmückungen in die regste Handlung,und fast ganz in wechselnde Reden gesetzt, während wel-cher man die Gestalten, ohne den Beistand störenderSchilderungen, sich bewegen und gebehrden sieht. Zndem Ganzen ist eine einfache und große Anordnung: esgliedert sich außer der kurzen Einleitung und den Ueber-gängen in drei Haupttheile, wovon der erste das heitreBild eines friedlich heimkehrenden Heeres darbietet, undmit den beiden andern, der wilden Leidenschaft Lenorens,und ihrer Entführung in das Reich des Todes, denhebendsten Gegensatz macht. Diese stehen einander wie-derum gegenüber: was dort die Warnungen der Muttersind hier Lenorens Bangigkeiten, und mit eben derSteigerung, die in den frevelnden Ausbrüchen ihresSchmerzes sich zeigt, wird sie immer gewaltsamer undeilender, und zuletzt mit einem Sturm des Grausensihrem Untergange entgegen gerissen. Auch in dem schauer-lichen Theile ist alles verständig ausgespart, und für denFortgang und Schluß immer etwas zurückbehalten, waseben bei solchen Eindrücken von der größten Wichtigkeitist. Denn es ist ja eine bekannte Erfahrung, daß man,um ein Gespenst verschwinden zu machen, grade daraufzugehen muß: die so tief in der menschlichen Naturgegründete Furcht vor nächtlichen Erscheinungen aus derGeisterwelt, bezieht sich eigentlich auf das Unbekannte,