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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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aus vielen von der verminderten Zartheit der Behand-lung mögen hinreichen.

Wir kommen jetzt auf Bürgers eigene Romanzen,wo der Gehalt und die Kraft seines Geistes weit reinererscheint, da wir bei der Vergleichung mit fremdenMustern immer nur aus seine Manier, das heißt aufdessen Beschränkung, geführt wurden. Ihre Reihe eröff-net auf das glänzendste Lenore, die ihm, wenn er sonstnichts gedichtet hätte, allein die Unsterblichkeit sichernwürde. Man hat neuerdings gegen die Originalitätder Erfindung Zweifel erregen wollen, die aber hin-reichend widerlegt worden sind: cs ist ausgemacht, daßBürgern, wie er mir selbst auch mehrmals mündlichversicherte, nichts dabei vorgeschwebt hat, als einzelneverlohrne Laute eines alten Volksliedes. Hat es inEngland auch Sagen und Lieder von einer ähnlichenGeschichte gegeben, so ist dies ein Beweis mehr, daß dieDichtung in nordischen Ländern mit örtlicher Wahrheiteinheimisch ist. Mit einer solchen Erfindung darf mangar nicht einmal aus willkürlichem Vorsatze weiter gehen,als volksmäßiger Glaube und Stimmung der FantasieGewähr leistet. Lenore bleibt immer Bürgers Kleinod,der kostbare Ring, wodurch er sich der Volkspoesie, wieder Doge von Venedig dem Meere für immer antraute.Mit Recht entstand in Deutschland bei ihrer Erschei-nung ein Jubel, wie wenn der Vorhang einer nochunbekannten wunderbaren Welt aufgezogen würde. DieBegünstigungen der Jugend und Neuheit kamen demDichter zu Statten, allein es war auch an sich selbstsein glücklichster und gelungenster Wurf. Eine Geschichte,