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rungen weinen können, wenn ihr Gefühl auch das mil-deste und edelste wäre; es giebt harthörige Musiker, dieihre Zuhörer mit häufigem Fortissimo heimsuchen, weilsie nur Piano hören, wenn sie schon Forte angeben.Wenn wir uns, ohne über den Urheber richten zu wol-len, blos an das geleistete halten, so bekommen wirstatt eines unbekannten, unergründlichen und ins Un-endliche hin bestimmbaren Subjects, das auf sich selbsthätte handeln sollen und können, bestimmte Objecte,auf die der Dichter gehandelt hat: nämlich seine Vor-bilder; die poetischen Gattungen, wie sie sich historischgebildet haben oder durch ihren Begriff unwandelbarfestgesetzt sind; die gewählten Gegenstände, die- ihmvielleicht zum Theil von außen her überliefert wurden;endlich die Sprache und die äußerlichen Formen derPoesie, die Sylbenmaaße, wie er sie vorfand und be-arbeitete.
Sollte bei einer Prüfung der Bürgerischen Gedichtenach diesen Rücksichten, und ihrer Ausammenhaltung mitdem unbedingten Maaßstabe des Kunstgesetzes, auchvieles von dem wegsallen müssen, was Bürger sichselbst zuschrieb, und was ihm seine mitlebenden Lesergrößtentheils bereitwillig zugestanden: so glaube ich dochden Schatten meines Freundes durch offene Darlegungmeiner jetzigen Ueberzeugungen darüber nicht zu kränken.Er ist jetzt aus dem Reiche sinnlicher Täuschungen ent-rückt, und wenn sich die Abgeschiedenen noch um unsreAngelegenheiten bekümmern, so liegt ihm unstreitig dasGedeihen der göttlichen Poesie überhaupt mehr am Her-zen, als die Beiträge seines beschränkten Selbst, wie-
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