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was man am Dichter vermisse, gehe dem Menschen ab.Es ward ihm Mangel an Bildung vorgeworfen, ineinem Alter, wo man eine solche Versäumniß schwerlichmehr nachholt. Dadurch spielte der Kritiker die Frageeigentlich in ein ihm fremdes Gebiet. Spekulativ undim voraus betrachtet, erscheint eines Menschen freie inihn selbst zurückgehende Thatigkeit als eine Schöpfungaus nichts; historisch aber von hinten nach angesehen,wird sie zu einem bedingten Gliede in einer Reihe vonUrsachen und Wirkungen; und wenn sich aus jenemStandpunkte alles von ihm sodern läßt, so muß manauf diesem schlechthin mit dem vorlieb nehmen, was erwirklich geworden ist. Ob Jemand die äußeren undinneren Anregungen zu einer höheren Ausbildung ge-hörig benutzt hat? ob nicht, wenn bei seinem redlichenBestreben noch Rohheit in ihm zurückblieb, ursprüng-liche und unüberwindliche Anlagen ihm den weiterenFortschritt wehrten? Dies sind Fragen, die er in dergeheimsten Stille mit sich auszumachen hat; und diemoralischen Angelegenheiten eines noch lebenden Men-schen vor das große Publicum zu ziehen, ist in derThat grausam, wenn ihm auch in der Sache selbstnicht das mindeste Unrecht geschähe *). Davor ist man
*) Damals, als ich den obigen Aufsatz schrieb, hatte ichUrsache, mit Schillers Betragen in seinem persönlichen Ver-hältnisse zu mir sehr unzufrieden zu seyn. Dies machte micheben zurückhaltend. Auch hielt ich mich nicht für berechtigt,die Schutzmauer der Anonymität zu durchbrechen, wohinter Schil-ler, ungeachtet der Auffoderung Bürgers sich zu nennen, verschanzt
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