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tisch-kritische Werk *) so ausführlich zu antworten, alsdu es wohl wünschen magst.
So lange dieser Zustand noch anhält, mußt duauch Nachsicht mit mir haben, denn ich bin froh, wennich jetzt, und unter so vielen Beschwerden, nur meinedringendsten Geschäfte vollbringen kann. Da mir in-dessen die Aerzte Hoffnung zu bessern Zeiten, wiewohlin ziemlicher Ferne, machen **), so denke ich, aufge-schoben, soll nicht ganz aufgehoben seyn.
So viel muß ich dir jedoch im Allgemeinen sagen,daß ich mich über dein Talent, über deine mechanischeGewandtheit, über deine schönen humanistischen Kennt-nisse in mehr als einer Rücksicht ausnehmend gefreuethabe. Ich gestehe dir gern, daß ich in deinen Jahrenso weit noch nicht war, wie ich an einigen Windelnwahrnehme, die ich aus jenem Zeiträume noch aufbe-wahrt habe. Ich hoffe nicht, daß du dir dieses Ge-ständniß zum Ruhepolster dienen lassen werdest: dennAlles, was ich da von Herzensgründe gesagt habe,schließt auch einen gar mannigfaltigen Tadel nicht aus.Im Ganzen ist mir sowohl an deinem Briefe, alsauch an dem beigefügten Werkchen, die ich beide nichtgleich bei der Hand habe, etwas anstößig gewesen, wel-ches schon jetzt zu tadeln, beinahe Unbilligkeit scheinenmöchte, da es ein Fehler ist, dem auch die besten Köpfe
*) Es war eine metrische Verdeutschung der Ode des Hor azan den Blandustschen Quell, mit einem langen Ercursus vollerSchiilergelehrsamkeit. M.
**) S. oben Bürgers Leben von Mthof S. 154 .