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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
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Viirgcr an Marianne Ehrmann.

Göttingen, den 28sten Jan. 1790.

Mit unbeschreiblicher Begierde, meine werthesteFreundinn, bin ich über das erste Heft Ihrer Amaliahergefallen. Und warum? Etwa zu genießen, wasSie uns schmackhaftes aufgetischt haben? Ach nein,diesmal nicht, verzeihen Sie meiner Schwachheit, dieohnehin mit der etwas langen Nase genug gestraft ist,mit welcher sie hat abziehen müssen. Ich muß es Ihnennur aufrichtig gestehen, daß ich zuerst über Ihr Sub-scribentenverzeichniß, und besonders über die RubrikStuttgart, darum so heißhungrig herfiel, weil ichda wenigstens den Namen meines Schwabenmäd-chens herauszubuchstabiren hoffte. Trotz Ihrer Ver-schwiegenheit hatten Sie sich nehmlich einst den Umstandentfahren lassen, daß unter nur sechs Sruttgarterinnensich auch mein Mädchen mit befände.Ha, dacht' ich,das soll dir gewiß auf die Spur helfen! Es müßtedoch gar wunderlich zugehen, wenn unter so Wenigenauch nicht einmal eine Vermuthung Statt haben sollte."O wie freute ich mich zum Voraus darauf, Sie, meinegeheimnißvolle Dame, ein wenig auslachen zu kön-nen! Aber ach! ........... .

Nun - ein kleines Licht ist mir, glaub' ich dennochaufgegangen. Was wetten mir, ich weiß den Namenmeines Liebchens wenigstens schon halb? Todt, mause-lodt will ich mich schlagen lassen, wenn sie nichtElise heißt. In der That, ein schöner poetischer