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würdiges Weib, begabt mit etwas Vermögen und häus-lichen Wirthschaftstugenden, entschließen könnte, micharmen Stümper zu heirathen: so ließen sich zwar wohl,wenn ich leben und gesund bliebe, ganz leidliche Um-stände für mich, und zwar ohne des Weibes Nachtheil,erwarten. Aber wie wenn Kränklichkeit mich unthätigmachte, oder gar ein früher Tod mich hinnähme? Ach,dann könnte das gute Weib vielleicht nicht einmal ihrZugebrachtes unverkürzt zurück, geschweige denn vollends«ine andere hinlängliche Versorgung erhalten. EinigenTrost hiergegen gibt jedoch unsere sehr solide Professo-ren-Witwen-Cafse, woraus sie sich sogleich eine jähr-liche Pension von hundert und zehn Thalern, und so-bald sie in die Claffe der sechs ältesten Witwen ge-hörte, von hundert und dreißig Thalern zu versprechenhätte, mit der Freiheit, diese Pension zu verzehren,wo sie will. Gleiche Pension genießen auch die altern-losen Waisen so lange, bis das jüngste Kind das zwölfteZahr erreicht hat.
Au allen diesen bedenklichen Umständen kommt nochder, daß ich nicht weniger als drei Kinder, eineTochter von elf, einen Sohn von sieben, und eineTochter von vier Jahren habe. Nun ließe sich zwar wohl«ine Einrichtung treffen, daß eine Frau wenig oder garnicht davon belästiget würde. Denn meine älteste Toch-ter wird hier in einer Pension, wo sie mir aber wohlgegen hundert und zwanzig Thaler jährlich kostet, er-zogen; der Sohn ist auswärts bei einer leiblichen sehredeln Schwester von mir, und die jüngste Tochter beieiner braven Frauen-Schwester. Jedes Kind hat es da.