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gcndorf, für welche er nie ein Geheimnis hatte, derstrengsten Wahrheit gemäß. Der Zweck dieses Aufsatzeswar, wie man sieht, das Schwaben-Mädchen mit sichund seinen Verhältnissen bekannt zu machen, welchesihm seine Hand so treuherzig angeboren hatte, und mitdem sich seine durch einige Briefe und ein artiges Mi-niatur-Gemälde aufgeregte Phantasie nun schon Tagund Nacht beschäftigte. Er wollte nicht, daß diesesedle Mädchen mit ihm betrogen werden sollte. Es sollteAlles, was ihm in der Folge an dem Gatten mißfallen,und den Frieden einer so romantisch geschlossenen Ehestören könnte, vorher von ihm selbst erfahren; darumnannte er es eine Beichte.
Beichte eines Mannes, der ein edles Mädchen nichthintergehcn will.
Besäße die lebhafte rasche Schwärmerinn, derenLiebe schon durch ein Paar Hauche meines Geistes undHerzens angcfacht werden konnte, — besäße sie auchAlles, was die kühnsten Ansprüche eines Mannes be-friedigen möchte, Schönheit und Anmuth, wie des Gei-stes, so des Leibes, Güte und Adel des Charakters,Feinheit der Sitten, Stand und Vermögen; hätte sieauch mit allen diesen Vollkommenheiten mein ganzesWesen längst dergestalt bezaubert und gefesselt, daß sienothwendig das Ziel meiner Heissesten unauslöschlichstenWünsche seyn und bleiben müßte; so könnte, so dürfteich dennoch dies Bekenntnis der heiligen Wahrheit nicht