als Daniel Wunderlich vorgetragen hatte, mit vie-ler Laune lustig gemacht. Bürger wollte sich deßhalbdurch einen unstreitig bitteren, aber nie gedruckten, Aus-fall rächen. Und dennoch war so wenig Bitterkeit gegendiesen Gelehrten in seinem Herzen, daß er nicht alleinimmer mit der größten Achtung von ihm sprach, sondernauch bis an seinen Tod manche Stunde in der Gesell-schaft desselben höchst angenehm hinbrachte. Ja ich binfest überzeugt, daß Bürger gegen keinen Menschen inder Welt, auch gegen seinen erklärtesten Widersachernicht, eigentliche Bitterkeit, oder Groll, in seinem Her-zen hegte. Ein einziges gutes Wort würde ihn.gewißauf der Stelle versöhnt haben.
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Um die Leser dieser Blätter für ihre bis hierher ge-habte Geduld einiger Maßen zu entschädigen, und umdieser unvollkommenen Darstellung der Denkungsart mei-nes Freundes einige Vollständigkeit zu geben, will ich ihnennun noch einen Aufsatz von Bürgers eigener Hand mit-theilen, worin er sich und seine äußeren Verhältnissemit großer Wahrheit schildert. Ich habe schon einmalaus diesen Aufsatz verwiesen, als ich von des Dichtersunüberwindlicher Liebe zu seiner Mo lly, der Schwesterseiner ersten Gattinn, reden sollte. Er erklärt sich hierselbst über die Entstehung derselben, und was er davonsagt, ist, nach dem Zeugnisse seiner noch lebenden undvon ihm mit großer Zärtlichkeit geliebten jüngeren Schwe-ster, der Frau Amts-Procuratorinn Mül ln er zu Lan-