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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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Bürger soll sich bei oller seiner Gutmütigkeit den-noch bei Manchem in den Verdacht eines bösen, hämi-schen, übelwollenden Herzens gesetzt haben. Seine innigeMißbilligung alles dessen, was ihm unrecht, und vor-züglich dessen, was ihm ungerecht zu seyn schien, die ergewöhnlich ein wenig stark zu äußern pflegte, und dannauch einige in satyrischer Laune von ihm verfertigtenEpigramme, in denen er nicht blos Thorheiten, sondernauch wohl Schwächen und Persönlichkeiten, dem Geläch-ter bloß stellete, mögen vielleicht Gelegenheit gegebenhaben, daß Dieser oder Jener ihn böser menschenfeind-licher Gesinnungen bezüchtigte. Aber wer ihn nur eini-ger Maßen gekannt hat, dem brauche ich nicht zu sagen,wie wenig er diese Beschuldigung verdiente. Man hätteihn als Beispiel aufstellen können, daß ein gewisser Hangzur Satyre und zum Epigramm mit dem höchsten Gradevon Gutmüthigkeit, Menschenliebe und allgemeinem Wohl-wollen gar füglich bestehen kann.

Man hat viel von einer gewissen Bitterkeit geredet

bringen: so wurde die Ausführung dennoch von einer Messe zurandern verzögert, und zuletzt, nicht so sehr durch Mangel andem zur Anschaffung des Papieres und der Kupferstiche nöthi-gen Gelde, als durch seine Krankheit, unmöglich gemacht. DieseUnmöglichkeit hat ihm manche Stunde getrübt, und es bedurftekeiner öffentlichen Anfrage im Reichs-Anzeiger, sondern zu-weilen nur der absichtlosesten Erwähnung in freundschaftlichenGesprächen, um ihn zum peinlichsten Mißmuthe zu verstimmen.Seine Erben glaubten daher, seine Manen zu beruhigen, in-dem sie vor allen Dingen die Tilgung dieser Schuld nach seinemTode noch zu veranstalten suchten.