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dm ist. Bürger wollte darin eine Selbstkritik aufstellen,dergleichen wir, außer dem Gellcrtischen Versuche, nochgar nicht haben; er wollte Fehler an seinen Gedichtenaufdecken, die kein Kunstrichter gesehen hatte; dagegenaber auch manches von Kunstrichtern Gerügte in Schutznehmen. Er hatte dazu gewiß sehr Vieles in Gedankenzusammen getragen, denn er hat mich oft mit ungemei-ner Wärme von dem Verdienstlichen einer solchen Arbeitunterhalten. Aber aufs Papier ist, außer dem größtentheils mitgetheilten Eingänge und einigen durch dieseIdee veranlaßten, im vierten Bande seiner Schriftenbefindlichen kritischen Fragmenten, nichts gekommen.
Uebrigens war Bürger gewiß mehr, als schönerGeist, in der verächtlichen Bedeutung, welche mancheFacultäts-Gelehrte mit dieser adelnden Benennung ver-binden, indem sie den so genannten schönen Geist demmit wissenschaftlichen Kenntnissen versehenen Geiste ent-gegen setzen. Bürger konnte nicht bloß Verse machen,sondern er hatte sich mannigfache Kenntnisse aus ver-schiedenen Fächern der Wissenschaften erworben. Er hatteviele von den besten Schriftstellern in verschiedenen Spra-chen gelesen: denn er verstand, außer der Griechischenund Lateinischen, die Englische, Französische, Jtaliänischeund Spanische sehr gut, und lernte, wie ich bereits an-geführt habe, noch spät die Schwedische. Die Platt-deutsche liebte er vorzüglich, und war geneigt, ihr, wegenihres Wohlklanges und ihrer Regelmäßigkeit, den Vor-zug vor der Hochdeutschen einzuräumen.
Wie er diese beherrschte, davon zeugen seine Gedichte.Aber eines weniger bekannten Beweises dieser Herrschaft
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