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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
171
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täglich, vom frühsten Morgen an bis zum Abend, mitAufopferung fast aller Ruhe und Erholung studiere.Da ich aber, um nur einige Louisd'or zusammen zukratzen, die meiste Zeit und Kraft noch immer an diealten Gegenstände verschwenden muß: so kann ich freilichin Ansehung der neuen so schnell nicht vorrücken. Obes mir nun dereinst mit diesen besser, als sonst, ge-lingen werde, das muß ich dahin gestellt seyn lassen.Es gelinge nun aber, oder nicht: so kann ich mir dochnicht vorwerfen, daß ich's an mir fehlen lasse; ob ichgleich gar wohl weiß, daß Du selbst mich bei manchenPersonen in den nachtheiligcn Verdacht eines unthätigenMannes zu bringen Dich nicht entstehest. Deß solltestDu Dich doch wahrlich schämen! Welche andere Tä-tigkeit verlangst Du von mir, als die meinige, die vonfrüh Morgens sechs Uhr bis Abends acht Uhr Tag fürTag unausgesetzt im Gange ist? Etwa die Thatigkeitder Herumschwänzelei und Kriecherei vor vermeintenGönnern und Patronen? Diese Thatigkeit verachteich, und traue ihr auch wenig oder gar keinen solidenErfolg zu, u. s. w."

Gerechter gegen fremde Verdienste kann man nichtseyn, als Bürger es war. Ich getraue mir, zu be-haupten, daß er nie in seinem Leben das Verdiensteines andern Dichters vorsätzlich verkannt, oder garherabgesetzet habe. Es war ihm vielmehr ein innigesVergnügen, die Kunstwerke Anderer, und wenn dieseauch mit ihm wetteiferten, wenn er sie auch als Ehren-diebe betrachtete, in das vortheilhafteste Licht zu setzen.Was Matthisson in seinen Briefen von seiner letzten