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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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am meisten aber gerade des Bormittages besucht habe,dagegen behaupten: daß er in gesunden Tagen nie, undselbst in kränklichen selten, eine halbe, viel weniger eineganze Stunde auf seinem Zimmer unthätig hingebrachthabe. Und wäre denn etwa ein Gelehrter, und zumalrin Dichter, immer unthätig, wann er nicht ein auf-geschlagenes Buch vor sich, oder eine eingetauchte Federin der Hand hat? Ich möchte nicht behaupten, daßBürgers Thätigkeit immer die für ihn und seine ökono-mischen Umstände vortheilhasteste Richtung gehabt habe;aber ohne Beschäftigung war er in gesunden Tagen,allein aus seinem Zimmer, nie. Er durfte einst beieinem häuslichen Zwiste seiner Gattinn Folgendes schreiben,welches er wahrlich nicht gedurft hätte, wenn jene Be-schuldigung gegründet wäre. Vielmehr beweiset dieseStelle, wie sauer er es sich werden ließ, um nur dennothdürstigsten Unterhalt durch Arbeit und Anstrengungzu erwerben, und darum schreibe ich sie hier ab.

Daß der Zulauf zu meinen Vorlesungen nicht stärkerist, dafür kann ich nichts. Ich bin mir bewußt, meinePflicht nach Vermögen so gut zu thun, als jeder andereProfessor, dem Hunderte von Zuhörern Zuströmen. Ichwende Zeit, Fleiß und Kräfte, so viel in meiner Ge-walt sind, auf meine Lehrstunden, und suche sie sowohlangenehm, als nützlich zu machen. Hilft das nicht, soist es freilich schlimm genug; allein ich kann doch mirkeine Vorwürfe darüber machen. In der Vermuthung,daß der schwache Zulauf an den Gegenständen liege,welchen ich meine Bemühungen widme, habe ich mirnun auch andere zum Augenmerk genommen, die ich