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sehen und Einfluß im Staate betraf. „Es ist docheine Freude, zu sehen, pflegte er dann wohl auszurufen,daß es noch Menschen gibt, denen Kopf und Herz aufder rechten Stelle sitzen!" Das Lied vom bravenManne ist ein sehr wahrer Ausdruck dieser Gesinnung.Er hatte dabei so viel Selbstkenntniß, daß er oft ge-stand, eines solchen Edelmuthes, einer solchen Auf-opferung wäre er nicht fähig gewesen. Eben so lebhaftwar seine Mißbilligung unedler, für Andere verderb-licher Handlungen, die sein ganzes Gefühl empörten,und oft recht starke Ausbrüche des Tadels und der In-dignation veranlaßten. Aber bei der großen Redlichkeitund Biederkeit seines eigenen Herzens wurde es ihmgewöhnlich sehr schwer, Andern in einem hohen Gradeschlechte Handlungen zuzutrauen. Sein fester Glaubean Menschenwürde und Menschenadel sträubte sich immerdagegen, ob er selbst gleich oft und auf mannigfacheWeise ein Opfer dieses Glaubens geworden war.
Au den liebenswürdigen Eigenschaften seines Cha-rakters gehört ferner seine große Bescheidenheit. Manwürde ihm in der That sehr Unrecht thun, wenn manihm diese Tugend, wegen mancher etwas lebhaft aus-gedrückten Aeußerungen eines gewissen Selbstgefühls,streitig machen wollte. Bürger bewies durch sein Bei-spiel, daß man auch bei einem sehr lebhaften Gefühledessen, wodurch man sich vor tausend Andern auf einerühmliche Art auszeichnet, dennoch sehr bescheiden seynkönne. Er selbst kannte und fühlte die Kraft und dieVorzüge seines Geistes sehr wohl, und dieses Gefühlwar sein reinster Genuß, machte ihn oft in einsamen