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Stunden sehr zufrieden, und hielt ihn schadlos fürmanche unwürdige Begegnung, für manche vorsätzlicheund »»vorsätzliche Kränkung, die ihm widerfuhren. Abereben dieses richtige Gefühl seines inneren wahren Werthesmachte, daß er auf äußerliche conventionelle Auszeich-nungen keinen Werth setzte. Ich möchte sagen: er hattezu viel edeln Stolz, um stolz zu scheinen, und ließ seineUeberlegenheit nie Andere fühlen. Daher war er dennauch in Gesellschaften so anspruchlos und so wenig vor-laut, daß, wer ihn zum ersten Male und nicht etwa ineinem vertrauten Zirkel sah, nur einen sehr mittel-mäßigen Begriff von ihm bekommen konnte. Einsthatte ihn Jemand in eine Gesellschaft von sehr gutenMenschen, welche Alle den Dichter ungemein schätzten,aber von Person nicht kannten, unter einem fremdenNamen eingeführt. In dieser Gesellschaft, welche einenganzen Nachmittag und Abend zusammen blieb, wußteer sich so wenig geltend zu machen, daß man ihn füreinen sehr unbedeutenden Menschen hielt, und unbeschreib-lich überrascht wurde, als dieser Mensch nach dem Abendessenvon denen, welche um das Geheimniß wußten, aufgesordertwurde, einige Gedichte von Bürger vorzulesen; als erdieses so that, daß die ganze Gesellschaft auf's innigsteund Einige bis zu Thränen gerührt wurden, und alses sich endlich zeigte, der so in's Herz greifende Vor-leser sey Niemand anders, als — Bürger selbst. Sonstist wohl kein Dichter je Andern mit Vorlesen seinerWerke weniger beschwerlich geworden. Er war so wenigleoitator ueerbus, daß es vielmehr einen gewissenGrad von Werthschätzung und Zutrauen auf seiner Seite