anderer war, als eben der, welcher ihn um die vondessen Großvater ihm anvertrauete Summe betrogen undaußer dem von ihm manche Wohlthat und Gefälligkeitgenossen hatte.
Nun war also Bürger zwar wieder frei; aber wenner sich zwölf Jahre vorher genöthigt sah, ein Amt an-zunehmen, um zu leben: so war das Bedürfniß einessicheren Unterhaltes jetzt noch dringender für ihn, weiler Kinder hatte. Auf der andern Seite war ihm dieArt seiner bisherigen Amtsgeschäfte, die ihm nie vielVergnügen gemacht hatte, nun vollends zuwider ge-worden. Er wünschte sich künftig ganz seinen Lieblings-Wissenschaften widmen zu können. Zu diesem Ende be-schloß er, sich wieder nach Göttingen zu begeben, daselbstdie Herausgabe seines Musen-Almanaches zu besorgen,und sür's erste als Privat-Lehrer Vorlesungen überAesthetik, Deutschen Styl und ähnliche Gegenstände zuhalten. Manche seiner Freunde widerriethen es ihm,weil sie glaubten, Göttingen wäre gar nicht der Ort,an welchem er gedeihen könnte. Einer suchte ihn fürBerlin, ein Anderer für einen andern Ort zu gewinnen,und Alle wollten ihn gern in ihrer Nähe haben. Aberer glaubte damals nirgends so gute Aussichten für sichzu finden, als in Göttingen. Zunächst glaubte er daraufrechnen zu dürfen, durch Collegia, Privat-Unterricht undandere gelehrte Arbeiten so viel zu verdienen, als erzum Unterhalte brauchte; und in der Folge, hoffte er,würde die Regierung ihn als öffentlichen Lehrer derschönen Wissenschaften anstellen und mit einem Gehalteversehen, weil er sich's bewußt war, sein Name werde