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Schon vorher hatte ihn eine traurige in völligenWahnsinn übergehende Gcmüthskrankheit derHofräthinnListe und eine mit ihrem Manne entstandene Mißhel-ligkeit veranlasset, seine meiste Zeit zu Niedeck zuzu-bringen, und nur dann nach Gelliehausen zurück zukommen, wann die Gerichtsstube seine Gegenwart for-derte. Zu seinem künftigen Wohnorte wurde nun dasin seinem Gerichtssprengel liegende Dorf Wöllmers-hausen ausersehen, und er bezog mit seiner jungenGattinn ein zu seiner Wohnung eingerichtetes Bauernhaus.
Das erste Stück des Deutschen Museums,welches Boie und Dohm mit dem Jahre 1776 her-auszugeben anfingen, begann mit dem fünften Bucheder Ilias in Jamben. Bürger, der sich damals über-redet hatte, eine Uebersetzung in der Bersart des Ori-ginales könne in unserer Sprache nicht glücken, fragtedurch diese Probe bei dem Publicum, ob es eine solcheArbeit von seiner Hand wünschte. Mit der Idee der-selben hatte er sich schon seit Jahren beschäftigt undhoffte dadurch, wenn nicht gänzliche Unabhängigkeit, inder er nur glücklich seyn konnte, dennoch einen anstän-digem Wirkungskreis zu erringen. Wenn gleich Einigeseiner Freunde ihm riethen, lieber etwas Neues hervor-zubringen, so ermunterten ihn doch Biele, die Ver-deutschung des Griechischen Dichters fortzusetzen. Amentscheidendsten war für ihn die Aufforderung, welchevon Weimar aus durch Göthen an ihn erging *). Er
S. den Deutschen Merkur vom Jahre 1776.Februar. 19Z. Seite.