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arbeitete demnach fort, fertigte mehrere Bücher der Ilias,vollendete aber nie; vielleicht an der Vorzüglichkeit seinerJamben selbst irre geworden, oder durch die nun auchangekündigte Stolbergische Uebersetzung abgeschreckt. Sosehr indessen Bürger den hohen Genius und die Kraftseines Mitkämpfers anerkannte, so trat er doch nichtfurchtsam aus der Bahn zurück, sondern warf seinemFreunde im ersten Unmuthe den Fehdehandschuh hin.Als Graf Friedrich Leopold von Stolberg ihm diesen sofreundlich und edel wieder zurück gab, ward er sogleichbesänftigt. Man weiß, daß er in der Folge sich sogarmit den Hexametern aussöhnte.
Gleichwohl beschäftigte ihn der alte Grieche dochnicht so ganz, daß nicht auch seiner eigenen Muse vonZeit zu Zeit ein Lied hätte gelingen sollen; und dieersten Jahre auf dem Lande scheinen für ihn, wennauch nicht ganz glücklich, doch nicht ohne zufriedeneStunden und Tage gewesen zu seyn.
Im Jahre 1775 wurde die Bekanntschaft zwischenBürger und Göckingk, der mit ihm zugleich aufdem Höllischen Pädagogium gewesen war, erneuert.Diese Bekanntschaft wurde nachher zur innigsten, bisan Bürgers Tod fortgesetzten Freundschaft.
Im Jahre 1777 verdeutschte Bürger, von Boie auf-gefordert, die Hexen-Scenen im Macbeth, welchenSchröder damals in Hannover auf die Bühne bringenwollte. Die Bekanntschaft und Freundschaft dieses phi-losophischen Schauspielers war die Folge dieser Gefälligkeit.Bald darauf starb sein Schwiegervater, der Amtmann