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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
122
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gegen dessen Kritiken manchmal herzhaft wehrte, undin der ersten Freude über ein gelungenes Stück ihn oftkomisch beschwor, doch ja keinen Fehler darin zu fin-den! Er lernte dadurch die diesem Freunde oft ver-dankte Kunst, cke krriro ciikKviloment äos vors; unddiese freundschaftlichen Erörterungen legten den Grundzu der Correctheit, welcher Bürger immer mehr nach-strebte, und die in der Folge seine Gedichte so vor-theilhaft auszeichncte. Ich habe es oft aus seinemMunde gehört, daß er glaubte:Er hätte seinen Dich-terrhum nicht sowohl ungemeinen Talenten, als vielmehrder großen Mühe und dem langen unverdrossenen Ge-brauche der Feile bei seinen Kunstwerken, zu verdanken.Dazu triebe ihn ein gewisser Geschmack an, dem seltenetwas ganz Schlechtes genügte. Das wäre aber derFehler der meisten mittelmäßigen Dichter, daß sie sichin jede Geburt ihrer Muse sogleich verliebten, und siekeiner weiteren Verbesserung bedürftig oder empfänglichglaubten. Wenn Alle, bei richtigem Geschmacke, soviel Fleiß anwendeten, als er: so würden selbst dieMittelmäßigen endlich gute Gedichte zu Stande bringenkönnen. Seine besten Gedichte hätten ihm gerade auchdie meiste Anstrengung bei'm Ausbesscrn gekostet."Er veränderte nicht blos einzelne Wörter und Zeilen;sondern es blieb oft, wie er zu sagen pflegte, keinStein auf dem andern.

Percy's tielioks, welche nachmals so sehr aufseinen Geist wirkten, wurden um diese Zeit sein Hand-buch. Jetzt entstand das Lied an die Hoffnung,und die Nachtfeier der Venus. Schon früher