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Diesen forderte er am andern Morgen in einer bur-lesken, aber geistvollen Epistel in Versen wieder. Spren-gel fand in dieser Epistel viel Genialisches, und auchBoie, dessen Urtheil damals auf ihn zu wirken ansing,meinte, er habe hier vielleicht zufällig die Art getroffen,in der er in der Folge etwas Vorzügliches leisten könnte.Dadurch wurde er zu ähnlichen Versuchen ermuntert,und sein nächster war das erste von ihm gedruckteLied: Herr Bacchus ist ein braver Mann,u. w., welches unverändert, so wie es nieder geschriebenworden war, bekannt gemacht wurde.
Um diese Zeit las und studierte er mit seinen Freun-den gemeinschaftlich die besten Muster der Alten undNeueren, der Franzosen, der Engländer, der Italienerund auch der Spanier, deren Sprache sie mit großemEifer und zum Theil ohne Lehrer erlernten. Boie ver-wahrt noch eine Novelle, welche Bürger damals, durcheine Wette veranlaßt, in Spanischer Sprache schrieb.Shakespear war so sehr ihr Liebling und Muster,daß sie in ihrem Zirkel nur in seinen Ausdrücken zureden pflegten. Einige von ihnen, unter denen sichauch Bürger befand, feierten einmal Shakespear's Ge-burtstag mit so öffentlichem Jubel, daß sie ihren Rauschauf dem Earcer ausschlafen mußten.
Götter, nach Französischen Mustern gebildet, undschon damals ein Mann von Welt und gutem Tone,wurde in Göttingen allgemein als Dichter anerkannt,als Boie um Ostern 1769 dahin kam. Gleiche Nei-gungen knüpften zwischen Beiden bald das Band derFreundschaft. Der Französische Musen-Almanach, den