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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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Sitten dieses für sein Glück und für bleibenden Ruhmzu schnell berühmt gewordenen Memnes gekonnt Hot,der wird es sehr begreiflich finden, doß der öftere undziemlich vertraute Umgang mit demselben auf die Mo-ralität eines Jünglinges von Bürgers lebhafter Phan-tasie und reger Sinnlichkeit großen Einfluß haben mußte.Und ich möchte behaupten, dieser Einfluß sey noch langein des Dichters Leben, und selbst in seinen Gedichten,bemerkbar geblieben.

Doch mochte Bürger auch manches Nützliche vonseinem Freunde lernen, vorzüglich in dem Fache deralten Literatur, mit der er sich damals am liebsten be-schäftigte. Unter Meusels Vorsitze vcrtheidigte ereine Dissertation Do luieaui 1'lmrsalia mit Beifall.Aber im Ganzen studierte er doch ohne rechten Plan,und schwärmte zwischen durch, unter Anführung seinesLehrers und Freundes, nicht wenig; bis endlich derGroßvater erfuhr, daß der Enkel nicht so lebte, als esseinen Wünschen und der künftigen Bestimmung dessel-ben gemäß wäre, und ihn im Zorne von Halle zurückberief. Aber es muß dem geliebten Enkel doch gelun-gen seyn, den Zorn des Großvaters zu besänftigen;denn dieser erlaubte ihm, nicht allein Ostern 1768 nachGöttingen zu gehen, sondern auch, die seiner Neigungso wenig entsprechende Theologie mit der Jurisprudenzzu vertauschen.

Zn Göttingen legte er sich nun mit einigem Eiferauf die Rechtswissenschaft, und lernte wenigstens seinePandecten recht gut verstehen. Aber der Einfluß seinerVerbindung mit Klotzen wurde hier auf's neue sichtbar»