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Dichter begierig auffing. Die Folge davon war, daßer seine Declination nie lernte, und daß man ihn fürsehr hartlernig und unfähig zum Studieren hielt.
Als er schon volle zwölf Jahre alt war, nahm seinWater einst wirklich eine Art von Anlauf, und beschloß,ihn selbst im Nepos vorzunehmen. Er übersetzte ihmdenselben zuerst Wort für Wort, dann erklärte er ihmden Sinn, und zuletzt sagte er ihm eine ganze PeriodeDeutsch vor. Auf diese Art lernte der junge Bürgerzwar in kurzer Zeit den Nepos vollkommen verstehen,aber die Lateinischen Wörter darin blieben ihm Böh-mische Dörfer.
Bald darauf, im Jahre 1760, wurde er zu seinemGroßvater nach Aschersleben geschickt, um die dortigeStadtschule zu besuchen. Der Rector derselben warGeorg Wilhelm Auerbach, welcher dem Vaterunsers Dichters zu Westorf im Amte nachfolgte. Ober nun gleich hier wohl nebenher ein wenig Lateinlernte, so erkaltete doch seine Liebe zu Allem, was poe-tisch war, so wenig, daß er vielmehr jetzt sich schonselbst an größere Versuche wagte. Es ist noch ein, wie-wohl einige Jahre später verfertigtes Fragment von sieben-zehn achtzeiligen Strophen vorhanden, welches die Auf-schrift führt: Die Feuersbrünste am 4. Januarund 1. April des 1764. Jahres zu Aschersle-ben, geschildert von Gottfried August Bür-ger, d. F. K. und W. B. Dieses Product hat we-nigstens das vorhin gerühmte Verdienst der Richtigkeitin Reim und Sylbenmaß; ob es noch andere Verdienstehabe, und bereits etwas von dem ahnden lasse, was
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