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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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der Phantasie und poetische Anlage zu verrathcn; aberdiese Anlage zeigte sich noch deutlicher dadurch, daß derKnabe ganz aus eigenem Triebe, und ohne durch dasBeispiel seines sehr prosaischen Vaters, oder durch andereMuster, als welche Bibel und Gesangbuch ihm lieferten,dazu aufgesordert zu werden, ansing, Verse zu machen,ehe er noch die allerersten Elemente der Grammatik er-lernt hatte. Das größte Verdienst dieser Verse mochtefreilich wohl darin bestehen, daß sie im Metrum voll-kommen richtig waren. Noch als Mann that er sichoft etwas darauf zu gute, daß er in dieser Rücksichtschon als Knabe manche erwachsene und geschickte. Leuteübertroffen hätte, die für einen Fuß in der Scansion zuviel oder zu wenig, für eine lange oder kurze Sylbe,für einen richtigen oder unrichtigen Reim, für einenmännlichen oder weiblichen Ausgang kein Ohr haben.Bürger hörte und fühlte das Alles in seiner ersten Kind-heit schon gleichsam von Natur; er wußte was rechtund unrecht war, und ließ, nach seinem eigenen Aus-drucke, sich dabei todt schlagen; er wußte aber nicht,warum?

Bei dem allen wollte und konnte der poetische Knabeerst lange kein Latein lernen. Man gab ihm den Do-nat; aber er konnte, ungeachtet aller Schläge, undAnstrengungen von seiner Seite, in zwei Jahren nochnicht Kleina decliniren, ob er gleich, wie er meinte,das ganze Gesangbuch ohne Schwierigkeit auswendiggelernt haben würde.

Bürgers Vater war zwar mit mancherlei Kennt-nissen, nach der damaligen Studierart, versehen, und

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