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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
Seite
112
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wäre ihm hier und da und dort und überall wie vonselbst gleichsam angeflogen.

Bis in sein zehntes Jahr lernte er durchaus weiternichts, als lesen und schreiben; behielt aber mit großerLeichtigkeit im Gedächtnisse, was er sowohl in der Bibel,als im Gesangbuche las. Er liebte vorzüglich die histo-rischen Bücher, die Psalmen und Propheten, am aller-meisten aber die Offenbarung Johannis. Auch aus demGesangbuche behielt er viele Lieder, die er einige Malegelesen hatte, auswendig. Seine Lieblingslieder waren:Eine feste Burg ist unser Gott, u. s. w.; OEwigkeit duDonnerw ort, u. w.; Es ist gewiß-lich an der Zeit, u. w.; und eins, das sich ansing:Du, o schönes Weltgebäude, u. w. Er erinnertesich noch kurz vor seinem Tode der Begeisterung, zuwelcher ihn das erste jener Lieder oft erhoben hatte, undbei einigen Strophen des Liedes: Es ist gewißlichan der Zeit, u. s. w. tönten, wie er sagte, schon da-mals ganz dumpf die Saiten seiner Seele, welche nach-her ausgeklungen haben.

Schon als zehnjähriger Knabe suchte Bürger zu-weilen die Einsamkeit. Er liebte vorzüglich die freiengrünen und mit sparsamen Buschwerk bewachsenen Hügel,wo er jeden Busch, jede Staude, jeden Distelkopf umsich her beleben konnte. Das Grausen, welches uns oftin der Einsamkeit, oder in der Dämmerung, wannTag und Nacht sich scheiden, oder im Mondscheine, oderin dunkeln Wäldern ankommt, verursachte ihm eine sehrangenehm erschütternde Empfindung.

Schon diese Züge scheinen eine besondere Stimmung