werden sollte. Denn dies war das Letzte, womit dieneue Zusammenrottung das Werk ihrer Empörung zukrönen strebte.
Ormond, unvermögend, eine Belagerung auszu-halten, nahm in dieser Bedrängniß seine Zuflucht zudem Englischen Parlamente. Das Parlament, demnichts erwünschter kommen konnte, als diese Gelegen-heit, seine Macht, ohne großen Aufwand von Blut undGeld, auch über Irland auszubreiten, zögerte nicht,eine Unterstützung, und zugleich fünf Eommissarienüberzusenden, die mit dem Lord-Lieutenant tvegen Ueber-gabe des Schwertes und der Besatzungen unterhandelnsollten. Allein kaum war die bloße Nachricht hiervonerschollen, als ein allgemeiner Schrecken die Rebellenbefiel. Der bereits bis Lucan vorgedrungene OwenO'Neil entfernte sich, der Nuntius und sein neuerRath, die gleichfalls ihren Zug schon nach Dublin ge-richtet hatten, machten sich eiligst nach Kilkenny zurück;und Preston ließ sich von dem Marquis von Clan-rickard durch Verheifsungen bewegen, den Frieden an-zunehmen, dem Könige hinfort gehorsam zu seyn, undsich mit Ormond sowohl gegen die unmittelbarenFeinde des Königs, als auch gegen alle diejenigen zuvereinigen, die sich nicht auf gleiche Bedingungen mitihm fügen wollten. Als Ormond die ihm so nahedrohende Gefahr auf eine so schnelle und unerwarteteWeise von sich entfernt sah, verging ihm auch die Lust,Dublin den Händen des Parlamentes zu überliefern.Nachdem er die Commissarien vier Tage lang mit Un-terhandlungen hingehalten hatte, fehlte es ihm nicht an