den Rebellen so grob und öffentlich hatte hintergehenlassen.
Zwar hatte er seinen Reisebegleiter, den Lord Digby,zu Kilkenny zurück gelaffen, um das gestörte Geschäftfortzusetzen und zu vollenden, und dieser sparte nichts,selbst nicht die entehrendsten Verheiffungcn, um die wi-derspänstige Geistlichkeit und den Nuntius zu gewinnen.Allein diesem ging Alles allzu sehr nach Wunsche, alsdaß er sich hätte überwinden können, irgend einemVorschläge Gehör zu geben. Owen O'Neil, derum diese Zeit Roscria erobert, und nach GewohnheitMann, Weib und Kind mit der Schärfe des Schwer-tes geschlagen hatte, näherte sich bald der Stadt Kil-kenny, und nöthigte das Schloß derselben zur Ueber-gabe an die neue Conföderation. Am 18 . Septemberkonnte der Nuntius in stattlicher und zahlreicher Be-gleitung seinen feierlichen Einzug dort halten. DieGeistlichkeit riß nun die Zügel der ganzen Regierungan sich, nahm die meisten Mitglieder des vorherigenobersten Rathes, sammt allen denjenigen in Verhaft,welche einigen Eifer für den Frieden gezeigt hatten,und errichtete einen neuen Rath, dem vorigen gleichan Macht und Ansehen, der aus vier Bischöfen undacht Laien bestand, und wovon der Nuntius Präsidentwar. Der eifrigste Freund des Königs, Lord Her-bert, der sich mit Leib und Seele dem Nuntius er-geben hatte, wurde an die Stelle des Lords Mus-kerry zum General von Munster bestellet, mit derAnwartschaft auf die Lord-Lieutenants-Stelle, wennder Marquis von Ormond aus Dublin vertrieben