Tuam. Unter seinem Geräthe, welches den Siegern indie Hände siel, fand sich eine Abschrift jenes Vertrages,die sogleich an das Englische Parlament gesendet wurde.Nach dieser Offenbarung fanden cs der Lord-Lieutenantund der Staatsrath für unumgänglich nothwendig, zurEhrenrettung des Königs etwas, wenn auch gleich nurein bloßes Gauckelspiel auszuführen. Lord Digby, einAnhänger des Königs, der so eben nach seiner bei Sher-bore erlittenen Niederlage nach Irland gekommen war,trat vor dem Staatsrathe auf, schimpfte gewaltig aufden heimlichen Vertrag, versicherte, daß der König nichtfür seine Krone, ja selbst nicht für sein, seiner Gemah-lin» und seiner Kinder Leben fähig seyn würde, denRebellen auch nur das Mindeste von alle dem zu be-willigen, was seiner Königswürde und seiner Religionso nachtheilig wäre, und beschuldigte daher den LordHerbert des Hochverraths. Lord Herbert wurdedemnach zwar sogleich in engen Verhaft gebracht, devaber schon am folgenden Tage erweitert wurde. KurzeZeit darauf fand man Vorwand, ihn gegen Bürgschaftganz los zu kaffen.
Zu diesen Künsten, Cabalen des Hofes, wodurchder Irländische Unfug so lange unterhalten, genährtund gestärkt wurde, gesellten sich auch noch die Be-mühungen des römischen Stuhls. Wie hätten auchdiese, bei so herrlichen Aussichten zum Triumphe desPabstthumes in Irland, ausbleiben können? JohannBaptist« Rinnucini, Erzbischof von Fermo, ver-sehen mit der Vorschrift, die Irländer, wo nicht ganzunter die vorige Römische Zinsbarkeit zurück zu bringen.