gen Papisten, der mit verschiedenen Häuptern dieserPartei in Irland verschwägert war. Versehen mit sehrausgedehnten Vollmachten unter des Königs Cabinetts-Siegel, welches mit dem großen Staatssicgel für gleichgeltend erklärt wurde, und begleitet von Empfehlungenan den Marquis von Ormond, ihm in seinem Ge-schäfte beförderlich zu seyn, kam Lord Herbert imJulius, 1645 , nach Irland, und am 25 . August die-ses Jahres kam in der That ein geheimer Vertragzwischen dem Könige und den Rebellen von folgendemInhalte zu Stande. Die Katholiken sollten öffentlichihren Gottesdienst ausüben, und alle seit dem 23 . Ok-tober, 1641 , in Besitz genommenen Kirchen behaltendürfen; sie sollten aller wichtigen Aemter, Ehren undWürden, Beförderungen und Erhebungen in Irlandfähig seyn; sie sollten durch eine Parlaments-Acte vonallen Geld- und Leibesstrafen aller vorhin gegen sie er-gangenen Strafgesetze befreiet werden; sie sollten nichtferner der Gerichtsbarkeit der protestantischen Geistlich-keit unterworfen seyn, vielmehr sollte ihre eigene CleriseiAlles, was sie an Zehnten, Pfarr- und Kirchengüternan sich gebracht hätte, behalten, und ihre Gerichtsbar-keit ohne Einrede ausüben. Dagegen aber sollten auchdie Papisten gehalten seyn, ein Heer von zehn tausendMann unter Anführung des Lords Herbert nachEngland zu senden, welches unter Officieren, die vonder General-Versammlung der verbündeten Papisten zuernennen wären, als ein eigener ungetrennter Körperdaselbst zusammen gehalten werden, und dem Königedienen sollte. — So verschwenderisch auch der König
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