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4 (1844) Vermischte Schriften : Bd. 3
Entstehung
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.aber durch Gnadentitel für die Hofsache erkauft, istgleichwohl immer von Solchen hochgcpriesen worden,Lenen Uebermuth für Geisteshoheit, Aberglaube fürReligion, und halsstarrige Anhänglichkeit an besondermLntereffe für Vaterlandesfinn gelten.

Außer der eigentlichen Hofpartei und denjenigenPresbyterianern, die zwar Gegner der Königs- undBifchofsgewalt waren, aber doch gegen die ihnen ver-wandte Partei der Independenten *) dem Staate ihreigenes hierarchisches Joch aufzulegen trachteten, sollteLies auch nicht anders, als durch Frieden und Ver-

*) Die Secte der Independenten, die aus dem Schooße derPrcsbyterianischen oder reformirtcn entsprang, verwarf Kraftihres Namens alle Kirchengewalt, als eine Mutter der ärgstenTyrannei, die der klaren Vorschrift des Evangeliums wider-spräche. Sie wollten von keiner kirchlichen Rangordnung, kei-me» Priesterherrschast, keiner Einmischung weltlicher Obrigkeitin geistliche Angelegenheiten, keiner Proselytenmacherei zu ir-gend einem Lehr- und Glaubens-System etwas wissen. Inihren Versammlungen sollte Jeder dem Andern gleich, Keinerdem Andern untergeordnet seyn. Zwischen Priestern und Laiensollte kein förmlicher Unterschied obwalten. Berufungen, Ein-führungen und Einweihungen durch Anstegen der Hände wur-den von ihr für politische Fallstricke angesehen. Die bloßeWahl der Gemeinen war zum Priesterthnm hinreichend. Diereligiöse Duldung, diese in Hellern Zeiten von den Groß- undEdelgesinnten jedes Glaubens anerkannte Tugend, hat ihrenUrsprung den Independenten zu verdanken. Sie haßten allekirchliche Tyrannei und Verfolgung. Die bigotten Presbyterianerhingegen hielten die Duldung für Seelenmord, und glaubten,jede Abweichung von ihrer Lehre als Ketzerei ausrotten zumüssen. Sie bedroheten und drängten daher ihre anders den-