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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
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Mir beucht, die Sache gäbe eine ganz guteAussicht, wenn izt die Theologie ihr ganzesscholastisches Puppenwerk abwürfe, sich in ihrfestliches Eigenthum wieder kleidete, und Handin Hand mit ihrer Schwester Philosophie diewonnevollen Gefilde des Lichtes durchwandeltc,und selbst da, wo undurchdringliches Dunkelherrscht, die Wahrheit wenigstens bestimmter, ge-fühlvoller, deutlicher, gemeinnüzziger aufhellte. -Soll sich denn die theologische Vernunft alleinam Gängelbande des Alterthums herumführenlassen, wenn reine philosophische sich des Jochesunedler Dienstbarkcit entledigt in angebohrner,den Gefezzen der praktischen Vernunft gemäßerFreiheit munter einhergeht? Sollen die wohl-thätigen Lehren der christlichen Religion nichtmit eigenem Kopse gedacht, für das eigene Herzanwendbar gemacht, und mit eigenen Ausdrük-ken dargestellt werden dürfen? Darf der'Theolog nicht mit den Zeitperioden fortgehen,wenn die Sprache verfeinert, die Begriffen er-weitert, die Denkkraft erhöht ist? Die ange-bohrne Thatkraft der Seele fordert es allerdings,und der einseitige an Schultermr'nologie gewöhnte

Theolog