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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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So viel wird gewiß jeder unbefangene Den-ker zugeben, daß die Hauptgrundlage derchristlichen Religion in der reinsten vollkommen-sten Moral bestehe, dle der göttliche Stifter, alsder erhabenste Menschenkenner, zum Wohle derMenschheit verbreitete, und in der engsten Ver-bindung durch den Weg der Vernunft auf jenendes Herzens zum allgemeinen Eingänge ableitete.Offenbarung ist in ihrem ersten allgemeinen Be-griff nichts anders, als Aufhellung, Erweiterung,nähere Entwiklnng und unerschütterliche Fest-sezzung und Bekräftigung der reinen Naturlehreoder Vernunstwahrhciten. Christus wollte dieausgeartete Menschheit bessern, ste von ihremGeistesschlummer zu neuen Einsichten und hohemGefühlen für Wahrheit, Tugend und Pflichtwekken, das Laster entfernen, die Erkenntnisseder Gottheit und des Gottesdienstes von denhäufigen Schlakken und Irrthümern reinigen,die schwankenden Begriffe von der alles mn-faffenden Vorsehung, von den nähern Verhält-nissen zwischen Gott und den Menschen, ve»ihrer wahren Bestimmung zur höheren Glükselig-keit, von dem fortdauernden Zustande jenseits

des