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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
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damit eine Pflicht, von deren Daseyn sich nochvor kurzem so mancher Philosoph nichts träumenließ; der andere hingegen, den seine Philosophiewirklich zur Ueberzeugung von dieser Pflicht ge-führt hatte, traf nun in seiner Religion, die ihman seinem Feinde,den Sohn des allgemeinenMenschenvaters,, vorhielt, den Beweggrund an,den er der Widerspenstigkeit seines Herzens ent-gegensezzen konnte. Auf diese Art bildetedas Christenthum im eigentlichen VerständeWeltbürger, und hatte bei diesem großenGeschäfte wor der Philosophie den Vorzug voraus,daß es sich keinesweges, wie diese, nur auf jeneKlaffen von Menschen einschränken durfte, denendas zufällige Loos einer höheren Kultur zu Theilward. Seine eigentliche Bestimmung war also,und wird es zu allen Zeiten seyn:Die mora-lischen Aussprüche der Vernunft, theils für denVerstand des gemeinen Mannes zu versinnlicheir,theils dem Denker ans Herz zu legen, und folg-lich der Vernunft bei der sittlichen Bildungder Menschheit wohlthätig an die Hand zngehen.