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Ueber die wechselseitigen Verhältnisse der Philosophie und Theologie : nach kantischen Grundsätzen
Entstehung
Seite
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Damit ich aber, (was bei dieser Art Ab-gewöhnlich zu befürchten ist) nichtgleich im Anfange von manchem Splitterrichterunrecht verstanden, oder schief beurtheilt werde:so bitte ich nur, meinen Standpunkt genau zufassen, und meinen Gang ruhig zu beobachten,bis ich am Ende bin. Wer ihn dann nicht nach-gehen will, mag sich einen andern wählen, odermich eines bessern überzeugen. Die Frage istnicht: ob es eine Religion gäbe? oder welcheunter Hunderten die einzig wahre sey ? Die ersteist durch die allgemeine Uebereinstimmung allerVölker und Nationen schon entschieden; und diezweite gehört nicht an dieses Forum, den Unter-schied zwischen ismus, an er oder isten zurichten. Nur der oberste Grnndsaz, von wel-chem alle Beweise zur Festsezzung des Religions-begriffes abgeleitet werden, und in welchem sieihre eigene allgemeingültige Stärke gegen jedenfeindlichen Angriff erhalten können, ist der Zwekdieser Untersuchung. Unter Religion versteheich keine Glaubcnsformeln, keine symbolischenBücher, welche Sekten von Sekten »nterschei-dcn; sie ist hier das innige, herzliche Bestreben

eines