Dieses Princip ist reine Vorstellung des Gefezzes,mit durch Vernunft gewirktem Gefühle derAchtung gegen dasselbe verbunden. Dadurchentstandene Handlungen sind Handlungen ausPflicht, moralische, gute, durch Vernunft aufdas Herz geleitete, und durch ihren Einfluß be-wirkte Handlungen *).
Hier-
*) Ich kann die Anmerkung, welche Kaiitl»der Metaphysik der Sitten über dieses Principbeifügt, aus verschiedenen Gründen hier nichtwohl weglassen. „Die unmittelbare Besiini!mung des Willens durchs Gesez und dasBewußtseyn derselben heißt Achtung, so daßdiese als Wirkung des Gcsczzes auf dasSubjekt, und nicht als Ursache desselben an-gesehen wird. Achtung ist eigentlich die Vor-stellung von einem Werthe, bey meiner Scbst-liebe Abbruch thut. Es ist etwas, welchesweder als Gegenstand der Neigung nochder Furcht betrachtet wird, wenn es gleich-wohl mit beiden zugleich etwas analogisches hat.Der Gegenstand der Achtung ist lediglichdas Gesez, und zwar dasjenige, welches wiruns selbst und doch als an sich nothwen-dig auflegen. Als Gesez sind wir ihm unter-worfen, ohne..die Selbstliebe zu befragen;als von uns selbst aufgelegt ist es eine Folgeunseres Willens; und hat in der ersten Rük-ficht Analogie mit Furcht, in der zweiten mit