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Die erheblichsten Gründe für und gegen das katholisch-kirchliche Cälibatsgesetz : zu nochmaliger Prüfung dargelegt
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Ich will zur Beleuchtung der Sache aus vielenkirchengeschichtlichen Beyspielen dieser Art nur einesder bekanntesten ausheben, den Genuß desKelches für Laien im heil. Abend«m a h l e.

Kenner der Kirchengeschichte wissen, daß in deralten Kirche der Genuß dieses Kelches für die Laie»bald verweigert, bald zugestanden, bald sogar ge.bothen worden, je nachdem es die Vortheile deSGlaubens in Rücksicht verschiedener Irrlehren, dieanskamen, erheischten, bis endlich der Kelchgebrauchwegen der Lehre der Hussiten,daß dieser Gebrauchvon Christo in dem Evangelio ausdrücklich befohlensey" von der Constanzischen Kirchenversammlungverbothen wurde *). Weil nun im TrientischenConcilium aufs neue um diese Vergbnnung angesuchtwurde, stellte der vortreffliche Bischof Hosius **)

*) Less, XIII. viel. Lolleet. iÜonc. Llansisns,l'om. XXVH , Venot. 1784- 727 ei »erz.

5*) Stanislaus Hosius von Krakau, Car.dinal und Bischof zu Kulm, st- »679 nicht weitvon Rom. Seine vorteffliche» Schriften sindI. 1584 zu Köln in 2 Folianten zusammengedruckt worden.