diesem so elend besoldeten, so unbarmherzig mitge-nommenen, zur Unterstützung der Orts - Arme» ,und, ich setze hinzu: zur Ausübung größerer Gastsfreyheit, als man von dem Laien fordert, verpflich-teten Geistlichen, möchten Sie durch Aufhebungdes Calibates noch Frau und Kinder ge-ben? — Herr Pfarrer Doctor! !
Aber mein Herr Anonymus hat oben gesagt:-.auch eine beschrankte Pfründe nährt die Familieeines protestantische» Pfarrers."
Antwort: Das ist bald gesagt, aber wie »ehrtsie selbe? Hat mein Anonymus auch in das I n-nere einer so gedrückten, durch ihre häusliche Nothoft tief herab gebeugten Famtlie hinein gesehen? —Indessen ist bey protestantischen Pfründen, wenig-stens in der Schweiz, etwas üblich, das bey katho-lischen nicht ist, nämlich die Pflicht- Gabenund Verehrungen von Sette der Pfarrkinder,rin Herbste, zum neuen Jahre, und bey einige»«andern Anlassen, durch welche meistens eine geringePfründe beträchtlich verbessert wird. Weil aberdiese Gaben freywillige Opfer sind, so strö-men sie nur jenen, Pfarrer in reichlicher Maße zu,der die Gunst und Gewogenheit der Hausväter, undbesonders der Hausmütter in der Gemeinde besitzt.Das große Mittel aber, diese Gewogenheit zu er-werben und zu erhalten, das man aus Beobachtung