vielleicht weniger Leichtsinn in Jucht und Erziehungherrschte, mochte das Gesetz weniger fühlbar unddrückend seyn; in unfern Tagen sind Meinungen,Erziehung, Sitten und Lebensart geändert; derjunge Geistliche gehet bereits mit andern Ansichtenüber den Werth des CälibateS, mit mehr Men-schen - Umgang, mit gesteigerte» Gefühlen, in dengeistlichen Stand ein; wie soll es nun möglich seyn,in ihm alle jene Neigungen gähling zu ersticken, diebereits aufgewacht sind?"
Antwort. Der Anonyme sagt hier in unbe-stimmten und schwachen Ausdrücken, eben daö, waKdas Gutachten der theologischen Facnltät von Lands-Hut, im ersten Abschnitte, bestimmter, verständ-licher und kräftiger über die Verdorbenheit derhäuslichen und öffentlichen Erziehung, und disRuchlosigkeit des Zeitgeistes, gesagt hat, und ichwünschte mit dem lebhaftesten Verlangen, daß allemeine Leser, welche jenes Gutachten noch nichtgelesen, sich es anschaffen, da eS jetzt in allen soli-den Buchhandlungen zu bekommen ist.
Was heißt also diese Stelle des Anonymenmit einer kleinen Paraphrase? das heißt sie: Vor40, go, und noch mehrcrn Jahrzehnden rückwärts,wo eine ohne Vergleich größere Masse von Religiö-sität und Sittlichkeit in allen Hauser», selbst beyden Großen, der häuslichen Erziehung zu Grundelag; wo die — Schulen haltenden geistlichen Or-